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5. April bis 29. Juni 2014

MARILYN MONROE

In Fotografien von BERT STERN – THE LAST SITTING und George Barris, Allan Grant, Milton H. Greene, Tom Kelley, Leif-Erik Nygårds

Marilyn Monroe zählt zu den Ikonen des 20. Jahrhunderts. Wie kaum eine andere Schauspielerin fasziniert sie noch weit über ihren Tod hinaus. Das Kunsthaus Apolda widmet ihr die Ausstellung Marilyn Monroe in Fotografien von George Barris, Allan Grant, Milton H. Greene, Tom Kelley, Leif-Erik Nygårds und dem legendären Bert Stern – THE LAST SITTING. Zusammen gelingt es ihnen, wie zuvor keinen anderen, Marilyn Monroe in ihrer zeitlosen Schönheit darzustellen.

Marilyn Monroe gehört zu den meistfotografierten Frauen der Welt. Schon früh wurde sie als Model entdeckt. Tom Kelley hält 1949 die Reize der jungen Marilyn fest, die allerdings erst 1952 für einen höchst erfolgreichen Kalender weitergegeben werden. 1953 schafft es eines der Fotos sogar zum Centerfold der ersten Playboy-Ausgabe.

Milton H. Greene lernt Marilyn gerade in diesem Jahr kennen. Die beiden verbindet für ein paar kurze Jahre eine enge Freundschaft und die Gründung der gemeinsamen Firma Marilyn Monroe Productions Inc. Greene bekam 1953 den Auftrag, Marilyn für die Weihnachtsausgabe von Look zu fotografieren. Es sollen zahllose weitere Fotos entstehen, bis 1957 – wohl im Umfeld der Eheschließung mit Arthur Miller – der Kontakt zerbricht.

Mit Hut, 1962 © Bert Stern

Marilyn Monroe, 1962 © Bert Stern

Mit Papierrosen, 1962 © Bert Stern

Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden die Aufnahmen von Bert Stern – THE LAST SITTING, die 1962 sechs Wochen vor ihrem Tod entstanden sind. Im Auftrag der VOGUE realisierte er eine ekstatisch aufgeladene Mischung aus „Aktfotografie“ und einer ganz privaten Marilyn. Es entstanden professionelle, atemberaubende Modeaufnahmen, bei denen nicht nur Modeeleganz zelebriert wurde, sondern auch eine nachdenkliche, in sich gekehrte Marilyn zu entdecken ist. Das beste Beispiel dafür ist wohl das Foto mit dem schwarzen Kleid, auf dem sie den Kopf zur Seite wendet und ihr Kinn mit der Hand abstützt. Marilyn war sich ihres Sexappeals bewusst und ging damit so entwaffnend um, wie kaum eine andere Hollywood-Diva. Sie provozierte und überschritt dabei immer wieder bewusst die Grenze zur Parodie.

Bei den „Aktfotos“ fällt vor allem der Wechsel zwischen Koketterie und selbstverständlicher Natürlichkeit auf. Und doch handelt es sich nicht um Aktfotos im herkömmlichen Sinn. Bei den Aufnahmen wird eine Vertrautheit deutlich, die trotz Fallenlassen der Hüllen nicht entblößt.

Marilyn im Sessel, 1957 © Milton H. Greene

Im Ballkleid, denkend, 1962 © Bert Stern

Marilyn Monroe, Pin Up, 1949 © Tom Kelley

Der Mythos um Marilyn Monroe funktioniert nicht zuletzt aufgrund dieser Fotos von Bert Stern. In ihrer Widersprüchlichkeit erfüllen sie einerseits die Erwartungshaltung des Betrachters, andererseits verwirren und enttäuschen sie ihn. Manche Aufnahmen betonen die Charakteristik der Monroe, ihre Schönheit und ihren Sexappeal aufs Genaueste. Enttäuscht wird der Betrachter dort, wo er die nackte, die entblößte Marilyn sehen will. Denn diese Bilder gibt es nicht, es sieht immer nur so aus, als ob. Die Fotos sind nie entwürdigend, nie ist sie als reines Lustobjekt dargestellt.

Die Marilyn dieser Fotoserie hat so gar nichts mit dem ihr anhaftenden Image der naiven Blonden zu tun. Obwohl das Shooting perfekt geplant war, ging es doch in eine unerwartete Richtung. Trotz makelloser Schminke und edler Designerkleidung tritt hier die Frau Norma Jean Baker vor die Schauspielerin Marilyn Monroe. Genau dieses Ineinanderfließen von Individualität und Image machen die Qualität und Zeitlosigkeit der Fotoserie aus.

Abgebildet ist eines der bekanntesten Gesichter der Welt, das unendlich oft reproduziert wurde und sich durch bewusst gestaltete Öffentlichkeitsarbeit und Medienpräsenz eingebrannt hat. Auch die hier gezeigten Aufnahmen wurden für die mediale Verwertung produziert. Dennoch sind es keine instrumentalisierten Fotografien. Im Gegenteil, sie berühren, sie irritieren, sie eröffnen einen neuen Blick auf das große Idol Hollywoods.



Letztes Foto von Marilyn fotografiert am 6. Juli 1962
© Allan Grant

Silk Screen, 1968 © Bert Stern

Der Fotograf Bert Stern
Bert Stern wurde 1929 in New York geboren. Seine Erfolge nahmen in den 60er Jahren gigantische Ausmaße an. Bereits mit seinem ersten Werbeauftrag von Smirnoff im Jahr 1953 – einer der berühmtesten Werbekampagnen der Geschichte – schaffte er den Durchbruch und prägte die Werbefotografie nachhaltig. In den folgenden Jahren vergrößerte Bert Stern seine Studios in New York. Er beschränkte sich nicht nur auf die Fotografie, sondern drehte auch Werbefilme und baute eine Art Merchandising für Kunst auf. Er wurde zum Allround-Unternehmer mit dem ersten Geschäft für Pop Art, dem On First. Er selbst bezeichnet sich in dieser Zeit als „Jukebox-Fotograf“, der alles ganz schnell macht und immer auf Abruf ist. Bert Stern verstarb am 26. Juni 2013 in Manhattan, New York.

Silk Screens – gedruckt von Bert Stern
Mit dem Silk Screen, dem Siebdruck, eröffnete sich für Bert Stern eine über die Fotografie hinausgehende Technik, seine Arbeit selbständig zu erweitern. Ein Silk Screen ist zwar kein direktes fotografisches Abbild, ermöglichte Bert Stern jedoch, seinen eigenen Gefühlen direkten Ausdruck zu verleihen. „Beim Silk Screen werden der Fotografie Dimensionen hinzugefügt, die der reine Film gar nicht festhalten kann. Die einzelnen Farbschichten lassen meine Gefühle, die Marilyn während der Arbeit bei mir auslöste, wieder aufleben. Gefühle, vor denen meine eigene Professionalität ins Hintertreffen geriet.“ Mit seinen Silk Screen-Darstellungen reagierte Bert Stern auf die in den 60er Jahren verbreitete Pop Art Bewegung und adaptierte sie für sein eigenes Arbeitsgebiet. Er entsprach damit einem Trend und nutzte diese Technik zur emotionalen Nachbearbeitung der Bilder.

Öffnungszeiten & Preise
Katalog zur Ausstellung
Begleitprogramm zur Ausstellung

Veranstalter:
Kunstverein Apolda Avantgarde e.V.

Konzeption & Realisierung:
Ina Brockmann und Peter Reichelt, Mannheim

Mit freundlicher Unterstützung:
Sparkasse Mittelthüringen
Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen
Energieversorgung Apolda
Wohnungsgesellschaft Apolda

Copyright für alle Abbildungen: © Courtesy Sammlung Reichelt und Brockmann Mannheim

 

 

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Letzte Änderung 07.04.2014 / copyright@webmaster / Impressum