Für den Inhalt dieser Seite ist eine neuere Version von Adobe Flash Player erforderlich.

Adobe Flash Player herunterladen


 

11. Januar bis 15. März 2015

"Bittersüße Zeiten"

Barock und Gegenwart in der Sammlung SØR Rusche Berlin/Oelde

Daniel Koninck trifft auf Norbert Bisky, Jim Butler und Moritz Schleime begegnen Pieter Verelst. Jan Miense Molenaer lädt mit Daniel Richter zum Tanz, und Egbert van Heemskerck diskutiert mit Neo Rauch über das Thema „Arbeit“. In der Ausstellung „Bittersüße Zeiten. Barock und Gegenwart in der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin“ treten Werke in einen spannenden Dialog miteinander, deren Entstehungszeiten gut 400 Jahre auseinanderliegen – und die in Thema und Bildgebung trotzdem viele Gemeinsamkeiten aufweisen.

Jakob Adriaensz. Backer, Portrait einer Frau mit schwarzem Schleier, 1650-51   Peter Verelst, Jüngling mit
Federbarett, 1933, Öl auf Holz
Bernart Vollenhove, Bildnis einer jungen Dame, 1670 Öl auf Leinwand

In fast 30 Werken aus dem holländischen und flämischen Barock des 17. Jahrhunderts und über 90 zeitgenössischen Werken von international bekannten Künstlern der Gegenwart verfolgt „Bittersüße Zeiten“ die wichtigsten Stationen des menschlichen Lebensweges von der Kindheit bis zum Totenbett. Dabei begegnen dem Besucher die Meister der flämischen Feinmalerei, die von italienischen Landschaften beeinflussten „Bamboccianti“ und die beeindruckenden Werke der holländischen Genremalerei, die mit ihrem scharfen Blick für Details eine Bestandsaufnahme ihrer Zeit liefern. Samuel von Hoogstraten, Frans Hals‘ jüngerer Bruder Dirck Hals, Pieter Codde, Jacob Adriaensz. Backer, Hendrik Gerritsz. Pot, Adriaen van Ostade, David Teniers, d. J., und Cornelis Norbertus Gysbrechts sind einige der Künstler, die vor allem in Haarlem, Den Haag, Amsterdam und Antwerpen die holländisch-flämische Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts prägten. Idealisierte Darstellungen des täglichen Lebens, moralische Anleitungen für ein ehrbares Dasein und die Hervorhebung des bürgerlichen Selbstbewusstseins durchziehen die Motive ihrer Gemälde.

Ihnen gegenüber stehen die Künstler des „Heute“, die ähnliche Fragestellungen nach der Existenz des Menschen und der Essenz menschlichen Daseins mit ihren eigenen Mitteln aufgreifen. Es sind häufig eine eruptive Malweise und bewusst eingesetzte Provokationen, mit denen der Betrachter konfrontiert wird, aber vielfach entdeckt man auch konkrete Anlehnungen an Motive und Sujets, die aus dem niederländischen Barock herrühren. Neben George Condo, Jim Butler, Tracey Emin, David Hockney und David Lynch sind es dabei Jonathan Meese, Neo Rauch, Daniel Richter und Oda Jaune, die internationalen Ruf genießen. Auch die in der Tradition der „Leipziger Schule“ stehenden Künstler wie Tilo Baumgärtel, Kathrin Heichel und Irene Bisang gehören zu den Künstlern, die die Malerei derzeit prägen, ebenso wie Jonas Burgert, Alicja Kwade, Paule Hammer, Norbert Bisky, Martin Eder, Justine Otto, BEZA und viele andere.

Carlos De los Rios, ohne Titel, 2009, Öl auf Leinwand   Moritz Schleime, Deutschlandbild, 2010,
Öl auf Leinwand
Daniel Richter, ohne Titel, 2008, Öl auf Leinwand, © Bild-Kunst

Sämtliche Werke der Ausstellung „Bittersüße Zeiten“ stammen aus der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin, die zu den faszinierendsten Sammlungen des holländischen Barock in Deutschland gehört und bereits seit mehreren Generationen ständig erweitert wird. Dr. Dr. Thomas Rusche, studierter Philosoph und Inhaber des erfolgreichen Herrenausstatters SØR Rusche, führt die Sammlung bereits in vierter Generation fort und ergänzt sie seit einigen Jahren mit bemerkenswerten Werken der zeitgenössischen Kunst. Dabei legt er den Schwerpunkt auf den dialogischen Charakter zwischen beiden Epochen und stellt den Blick auf das menschliche Dasein und den Aspekt der conditio humana in den Mittelpunkt.

Die Ausstellung wird im Auftrag des Kunstvereins Apolda Avantgarde e. V. von Dr. Andrea Fromm und Tom Beege, M. A., kuratiert. Zur Ausstellung erscheint ein 160-seitiger Katalog mit vielen Abbildungen und fundierten Texten, welche die ausgestellten Werke kommentieren und Fragestellungen aufarbeiten, die sich aus der Konfrontation zweier Zeitalter ergeben.

Öffnungszeiten & Preise
Katalog zur Ausstellung
Begleitprogramm zur Ausstellung

Veranstalter:
Kunstverein Apolda Avantgarde e.V., Kreisstadt Apolda

Konzeption & Realisierung:
Dr. Andrea Fromm, Tom Beege

Mit freundlicher Unterstützung:
SØR
Freistaat Thüringen, Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
VR Bank Weimar eG
Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen
Energieversorgung Apolda GmbH

 

 

Startseite | Ausstellungen | Projekte | Über Uns | Kataloge | Kontakte
Letzte Änderung 23.12.2014 / copyright@webmaster / Impressum