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13.06. bis 23.08.2015

Die Dômiers

Der deutsche Künstlerkreis des Café du Dôme in Paris

„Der deutsche Künstlerkreis des Café du Dôme in Paris“ ist die Überschrift eines 1918 erschienenen Artikels von Friedrich Ahlers-Hestermann. In diesem Aufsatz beschreibt der aus Hamburg stammende Maler das Pariser Café du Dôme am Boulevard du Montparnasse, das von 1905 bis 1914 Treffpunkt vieler deutscher KünstlerInnen war. In der pulsierenden Metropole begegneten die Künstler, fern der deutschen akademischen Naturmalerei, einer modernen, experimentellen und vielseitigen Kunstszene, in welcher die großen Namen wie Cezanne, Manet und Renoir die moderne Avantgarde begründet hatten.
Die Ausstellung im Kunsthaus Apolda Avantgarde widmet sich den deutschen KünstlerInnen, die nach 1900 in Paris gelebt haben. Gemälde, Grafiken, Pastelle und Skulpturen von Rudolf Levy, Hans Purrmann und Mathilde Vollmoeller-Purrmann, Walter Alfred Rosam, Franz Nölken, Walter Bondy, Eugen Hamm, Rudolf Grossmann, William Straube sowie Marg und Oskar Moll u.v.a. werden zu sehen sein. Sie sind Zeugnisse persönlicher und stilistischer Veränderungen, die jeden Künstler in Paris ereilte. Manche waren nach Paris gegangen, um den Lebensstil eines Bohemiens zu führen. Andere wiederum suchten die französischen Salons und Museen auf, studierten in Abendkursen und standen in regem Austausch mit anderen Kunstschaffenden, Sammlern und Galeristen.
1907 gründete Henri Matisse, angeregt durch seine Freundschaft zu Hans Purrmann und dem Ehepaar Moll, die private Kunstschule der „Académie Matisse“. In den Räumen des Couvent de Sacré-Cœur besuchten auch einige Künstler des Dôme-Kreises den Unterricht von Matisse und ließen sich von seinen Ausführungen inspirieren.
Die Ausstellung zeigt zahlreiche Landschaften, Stillleben, Porträts, Aktdarstellungen und bildhauerische Arbeiten, die den französischen Stil der Avantgarde und den Matisschen Einfluss auf die Kunst der Deutschen widerspiegeln.